Zum Hauptinhalt springen

Wenn Pflanzen kippen …

  • Erstellt: 1. Mai 2003

… Drahtwürmer!

Drahtwürmer, die etwa zwei Zentimeter langen orangefarbenen Larven der Schnellkäfer, fressen an Wurzeln, Knollen und Zwiebeln von Gemüse- oder Zierpflanzen. Die Pflanzen welken und fallen um. Drahtwürmer kommen vor allem in feuchten Böden und auf grasbewachsenen Flächen vor (Wiesen und Rasen). Es gibt aber auch nützliche Arten, die andere Schadinsekten fressen.

Die Schnellkäfer besitzen ein "Sprungvermögen", d.h. Tiere, die auf dem Rücken liegen, können sich in die Luft schnellen und um 180 Grad drehen, wobei ein Knips-Geräusch zu hören ist. Auf der Unterseite der Vorderbrust befindet sich ein nach hinten gerichteter Dorn, der in Ruhe auf dem Rand einer Grube (Mittelbrust) ruht. Liegt das Tier auf dem Rücken, so macht es ein "Hohlkreuz", wobei der Dorn in die Grube gleitet. Dabei werden Schnellkräfte erzeugt. Dieses Sprungvermögen soll gegen Feinde schützen. Und so ist auch der Name begründet - nicht etwa, weil der Käfer so schnell ist oder die Larve die Wurzeln so schnell abfrisst.

Gegenmaßnahme:

Wer auf Wiesenland einen Garten anlegt, sollte im ersten Jahr keine Kartoffeln, Möhren oder Salat anbauen.

Häufiges Hacken der Beete stört die Drahtwürmer. Bei saurem Boden Algenkalk streuen.

Als Köder halbierte Kartoffeln mit der Schnittfläche nach unten tief in den Boden drücken. Die Köder regelmäßig kontrollieren und die Drahtwürmer absammeln. Wir markieren die Kartoffeln mit einem Stöckchen, damit wir sie auch wieder finden.

Die Entwicklungsdauer der Drahtwurm-Larven beträgt drei bis fünf Jahre. Sie sind deshalb nur schwer zu bekämpfen. Die Käfer selbst schädigen nicht. Schäden durch die Larven sind besonders stark nach Wiesenumbruch.