Nachwuchs im Alpingarten
-
16. Mai 2011
Beim Entfernen welker Blätter vom Efeu am Wasserfass flog plötzlich ein Grünling weg. Ich sah nach und entdeckte ein hervorragend getarntes Nest in zwei Metern Höhe. Natürlich habe ich nichts angefasst und ohne Blitz fotografiert. Denn die kleinen netten Kerle sollen keinesfalls vergrault werden. Wieviele es sind, war nicht zu erkennen.
Nach gut einer Woche war die Freude vorbei. Die Katze hat das Nest ausgeräumt. Schade. Sie hätte sich besser um die Wühlmausplage kümmern sollen.
Im Herbst haben sie uns schon öfter besucht und Sonnenblumenkerne oder Beeren geholt.
Der Grünfink brütet von April bis Juni. Das napfförmige Nest aus Halmen und Reisern mit weicher Nestmulde findet sich in Hecken und dichtem Gebüsch. Das Gelege besteht aus 5–6 weißlichen Eiern mit dunkelbraunen Flecken und Punkten. Während nur das Weibchen in 13–14 Tagen die Eier ausbrütet, füttern beide Eltern die Nestjungen. Die Nahrung besteht überwiegend aus Beeren, Knospen und Sämereien.
Der Grünling ist mit 14 bis 16 cm Körperlänge etwa so groß wie der Haussperling. Der Körper, Kopf und Schnabel sind auffallend kräftig. Der Schnabel ist hell hornfarben. Die Außenfahnen der Handschwingen sind gelb, wodurch sich ein grüngelbes Flügelfeld ergibt. Beim zusammengelegten Flügel ist der Außenrand dadurch ebenfalls deutlich gelb. Die körpernahen Teile der Schwanzfedern sind ebenfalls gelb. Das Männchen ist auf der Körperunterseite gelbgrün und auf der Oberseite graugrün. Der Bürzel ist heller grün. Die Wangen, Hals, Nacken und große Flügeldecken sind grau, die Flanken sind hellgrau. Auf den Flügeln ist ein graues Flügelfeld im Bereich der Armschwingen. Die Spitzen des Großgefieders sind dunkel. Die Kehle ist schmutzig-gelb. Die Beine sind fleischfarben.
Das Weibchen ist insgesamt deutlich matter und weniger gelb als das Männchen gefärbt. Die gesamte Körperbefiederung ist schwach längs gestrichelt. Ihre Oberseite und der Kopf sind bräunlich, die Unterseite des Rumpfes ist schwach grünlich-grau gefärbt. Die Kehle ist hell, die Wangen braun. -so steht es in Wikipedia-


