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Ein Käfer auf Besuch

  • 08. Mai 2009

Heute kam ein unbekannter Käfer auf Besuch. Etwa 3cm groß (ähnlich einem Maikäfer), aber grün schillernd. Vermutlich gehört er zur Familie der Blatthornkäfer. Er landete auf dem Johannisbeerstrauch und wurde dort gleich von Ameisen begutachtet.

Der Rosenkäfer fällt immer wieder dem Killerinstinkt übereifriger Hobbygärtner zum Opfer, denn seine Larven sehen denen des Maikäfers zum Verwechseln ähnlich. Die Maikäferlarven werden gnadenlos vernichtet, also geht es auch dem Rosenkäfer an den Kragen. Dabei ist er nicht nur schön, sondern auch nützlich. Ihr Reich ist der Komposthaufen. Dort verbringen die Larven des Rosenkäfers ihre Zeit bis zur großen Verwandlung. Und bis dahin wird ordentlich gefressen. Die Larven ernähren sich von Holzabfällen und von abgestorbenem Pflanzenmaterial – nicht von frischen Pflanzen. Darum findet man sie auch in Komposthaufen. Das stille Leben als Larve im Kompost findet allerdings ein schnelles Ende, sobald der Gärtner Erde absticht. Beispielsweise fürs Blumenkistchen. Denn genau dann wird es nämlich eng für die Larven des Rosenkäfers.

Denn dort findet die Larve kein abgestorbenes Pflanzenmaterial mehr. Infolge dessen wird sich die Larve natürlich über die Pflanzenwurzeln hermachen. Und dadurch kann es natürlich zu Schäden kommen.

Und für den Gärtner ist natürlich der Beweis erbracht, dass es ein Maikäfer sein muss. Dabei sind Maikäfer und Rosenkäfer völlig unterschiedliche Gesellen. Aber als Larve gleichen sie sich wie ein Ei dem anderen.

Der wichtigste Unterschied ist, dass man sowohl Maikäfer als auch Junikäferlarven nicht im Komposthaufen findet. Damit die Larven des Rosenkäfers nicht versehentlich im Blumenkistchen landen, sollte die Komposterde vor Verwendung gesiebt werden.