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Der Schrebergarten

  • 01. Juni 2009

Im Herbst 2008 besuchten wir die Geburtsstätte des Schrebergartens: Das Kleingärtnermuseum in Leipzig.

Eine andere Entwicklungslinie lässt sich auf den für die späteren Anlagen namensgebenden Leipziger Arzt Moritz Schreber zurückführen. Schreber war jedoch nicht der Erfinder der Schrebergartenbewegung, wie landläufig noch immer angenommen wird, sondern nur der Namensgeber. Es war sein Mitstreiter, der Schuldirektor Ernst Innozenz Hauschild, auf dessen Initiative der erste Schreberverein zurückgeht. Eigentlich ein Schulverein, der in Zusammenarbeit mit den Eltern seiner Schüler entstanden ist, wollte man ihn aber weder Schul- noch Erziehungsverein taufen und so benannte man ihn zu Ehren des verstorbenen Schreber. Im Jahre 1865 feierte man die Einweihung des ersten Schreberplatzes am Johannapark in Leipzig, einer Spielwiese, auf der Kinder von Fabrikarbeitern unter Betreuung eines Pädagogen spielen und turnen konnten. Bis hierhin hat der Schreberplatz nichts mit Gärten zu tun.

Das Museum hat bei Bedarf geöffnet. Die Betreuerin wohnt im gleichen Haus, kassiert den Eintritt und verschwindet dann wieder in ihrer Wohnung. Dem begeisterten Kleingärtner präsentiert sich eine interessante Sammlung von Gartenmodellen, Dokumenten, Geräten etc.