Lange hatten wir Ruhe. Doch heute fiel nach regelmäßiger Kontrolle der Fraßschaden am Buchsbaum durch den Buchsbaumzünsler auf. Ich spritzte die Büsche sofort mit Xentari von Neudorff. Es handelt sich um ein biologisches Mittel, das Mikroben auf den Blättern freisetzt. Der Zünsler hört schon nach 2-3 Stunden auf zu fressen und ist nach 3-5 Tagen tot. Jetzt heißt es warten, ob der Buchs noch zu retten ist. Ich bin zuversichtlich. -

Ein paar Tage später ist der Spuk vorbei. Doch die neue Brut lässt nicht lange auf sich warten. Also wieder spritzen. Zusätzlich entferne ich vor dem Spritzen den Gespinste mit Handschuhen, denn der Buchs ist recht giftig. Aus diesem Grund fressen auch die Vögel die Raupen nicht. Eine Behandlung mit Algenkalk ist eine biologische Lösung. Der Algenkalk muss mehrmals - also ständig - aufgetragen werden, wodurch man permanent einen weißen Buchs hat.

Die Gefahrenzeit ist von März bis Oktober. Da heißt es also ständig beobachten und mit Microben spritzen. Zeitaufwändig und teuer. Aus diesem Grund werde ich auf Careo von Celaflor umsteigen. Dieses Spritzmittel enthält Acetamiprid und wirkt von innen nach außen. Es wird also von der Pflanze aufgenommen und vergiftet dann die fressenden Raupen. Zweimal jährlich spritzen sollte genügen.

Beim Befall durch Buchsbaumzünsler handelt es sich um eine schwere, eingeschleppte Seuche, weil es keine natürlichen Feinde gibt. Befallener Buchsbaumschnitt darf auf keinen Fall kompostiert werden! Er muss entweder über den Restmüll entsorgt oder besser noch verbrannt werden.

 

Der Schmetterling ist sehr klein, hat kaum 2cm Flügelspannweite. Er fliegt in den Buchs hinein und legt die Eier ab, die durch Gespinste geschützt sind.

Die Raupen fressen sich von innen nach außen durch, wodurch man den Schaden erst recht spät entdeckt, nämlich dann, wenn innen alles kahl ist und die Blattschäden außen sichtbar werden.