Vor sieben Jahren wuchs an dieser Stelle ein unkrautähnlicher wilder Wein. Ihn zu entfernen war mühsam, denn die Ranken und Wurzeln reichten fast 10m weit.

Dann konstruierte ich ein Holzgitter und bespannte es mit Hasendraht. Auf drei Seiten hinter dem Wasserfass setzte ich Efeu, verschiedene Sorten. Mit Stecklingen in feuchter Erde lässt sich der Gemeine Efeu leicht vermehren. Es dauerte gut vier Jahre, bis er wirklich zu gedeihen anfing. Und jetzt ist der Bereich ums Wasserfass zugewachsen. Jedes Mal, wenn ich im Alpingarten bin, muss ich die neuen Ranken einfädeln; es können gleich mal 50 Stück sein.

Der gemeine Efeu ist eine immergrüne, mehrjährige Pflanze, die durch Haftwurzeln in der Lage ist, an Bäumen und Mauern emporzuklettern; dabei erklimmt sie Höhen von bis zu 20 Metern. Der Gemeine Efeu ist der einzige einheimische Wurzelkletterer in Mitteleuropa. Fehlen Mauern oder ähnliche Klimmstützen, so überwuchert der Efeu gelegentlich flächendeckend den Boden. Efeu kann ein Höchstalter von 450 Jahren erreichen. Das sind ja gute Aussichten.

Sämtliche Pflanzenteile des Gemeinen Efeus sind giftig! Zeichen der Vergiftung können schon nach Einnahme von zwei bis drei Beeren auftreten: Brennen im Rachen, Durchfall und/oder Erbrechen, Kopfschmerzen, erhöhter Puls, Krämpfe. Nach Aufnahme großer Mengen (eher unwahrscheinlich, da sehr bitter) können Schock und Atemstillstand auftreten. Häufig sind auch Kontaktdermatiden durch Reaktion des im Efeu enthaltenen Falcarinols mit den Proteinen der Haut.

Efeu