Zum Glück können Hummeln auch bei Regen fliegen. Sonst wäre nämlich niemand mehr unterwegs.
Die Hummel gehört zu den Staaten bildenden Insekten. Ein Hummelstaat besteht je nach Hummelart aus etwa 50 bis 600 Tieren und einer Königin. Die Mehrzahl der Tiere sind Arbeiterinnen, daneben hat das Volk auch Drohnen (Männchen) und Jungköniginnen. Ein Volk überlebt in Europa nur einen Sommer und geht am Jahresende zugrunde.
Hummeln haben einen Rüssel zur Nahrungsaufnahme, der je nach Art unterschiedlich lang ist. Bei den Königinnen beträgt die Länge im Durchschnitt ca. 13 mm, bei Arbeiterinnen ca. 12 mm und bei Drohnen ca. 10 mm. Es sind jeweils paarig Fühler, Facettenaugen und transparente Flügel vorhanden sowie 6 mehrgliedrige Beine.
Hummeln können beißen. Die Arbeiterinnen können auch mit ihrem Wehrstachel stechen; sie verfügen jedoch nur über einen relativ schwach ausgebildeten Stechapparat. Beim Stich wird ein Gift auf das Opfer übertragen. Hummeln stechen aber nicht sofort, sondern warnen einen vorher mit einer Abwehrreaktion. Zuerst heben sie ihr mittleres Bein in Richtung des Angreifers. Bei stärkerer Bedrohung drehen sie sich auf den Rücken, strecken den Stachelapparat in Richtung des Angreifers und brummt dabei laut.

Diese Hummel besuchte die Blüten der wunderschönen Madonnenlilie. Beachte, wie sie sich mit den kleinen Krallen festhält.

Auf dem Balkon blühen die Echinopsen oder auch Prinzessin der Nacht. Normalerweise hält die Blüte nur 24 Stunden. Doch dieses Jahr ist es so kalt, dass die Blüten schon den dritten Tag überstehen. Eine Hummel erkundet den Blütenkelch.

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Die beiden Echinopsen sind etwa 35 Jahre alt und 40cm hoch. Wenn ich Glück habe, gehen noch alle 21 Blüten auf.

Echinopsis Prinzessin der Nacht