2003 - Eine orientalische Krippe entsteht

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Es ist die erste Krippe, die ich nach Maß baue. Sie wird in unserem Wohnzimmer einen Eckplatz finden, daher ist es eine Eckkrippe, an der Vorderseite halbkreisförmig abgerundet. Die Schenkellänge beträgt 90cm.

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Die Unterlage besteht aus Spanplatten. Die Gebäude werden aus Weichfaserplatten zusammen geleimt. So sind sie relativ leicht zu bearbeiten. Fenster und Türen werden vor dem Verleimen ausgeschnitten.

Das Gebäude hat einen Erker mit Doppelfenster. Dieses wird von einer gedrechselten Säule geteilt. Das Dach ist geschindelt. Die Schindeln sind die Enden von Eisstäbchen. Die Fenster sind vergittert, nicht verglast. Die Gitter bestehen aus einem Kunststoffnetz, das diagonal eingebaut wird.

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Hier sind schon die Mauersteine vorbereitet. Sie werden zur Verschönerung bzw. Einfassung der Türen und Fenster verwendet. Sie bestehen aus Baumrinden, die zu kleinen Klötzchen geschnitten werden. Dabei werden drei Seiten abgeschrägt. Beim Tür- und Fensterbogen müssen sie zusätzlich konisch zugeschnitten werden. orient04.jpg (51087 Byte)
Hier sind die Einfassungen bereits aufgeleimt. Als Fensterbrett dient eine zugeschnittene Baumrinde. In einem weiteren Arbeitsgang werden Mauerabbrüche dargestellt. Dazu wird die Weichfaserplatte ausgeschnitten (abbruchartig vertieft). Dann werden Styroporziegel aufgeleimt. Gut zu erkennen an den jetzt noch weißen Ecken. orient05.jpg (49492 Byte)
orient06.jpg (49815 Byte) Das erste Gebäude ist verputzt, wir sagen gemörtelt. Damit der Mörtel hält, muss der Untergrund mit Leimwasser gestrichen werden. Auch die Rückseite muss verputzt werden, damit sich die Platten nicht verziehen. Durch den Verputz wird die Stabilität erhöht.
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Das Bild zeigt den gemauerten rechten Teil der späteren Höhle, dem Platz für die Heilige Familie. Das Mauerwerk ist auf einen Unterbau aus Weicherfaserplatte aufgesetzt. Es besteht aus den kleinen Baumrindenklötzchen.

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Auf der Detailansicht ist das Fensterkreuz gut zu erkennen. Es wurde aus Nägeln gefertigt. Die Köpfe wurden zuvor entfernt.

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Die Türblätter werden vor dem Einbau vorgefertigt. Sie bestehen aus dünnen, verleimten Holzleisten. Nachdem sie getrocknet sind, werden sie auf die entsprechende Größe zugeschnitten.

Aus diesen gedrechselten Säulen wird eine Balkonbrüstung entstehen. Ohne Maschine geht das nicht. Siggi ist der Drechsler.

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Ganz links im Bild ist das Wurzelgebilde zu erkennen, das an den gemauerten Teil angesetzt wird. Daraus entsteht dann die Höhle. Zwischen den Gebäuden wird gerade ein Mäuerchen aufgezogen. Eine Türe ist im hinteren Gebäude bereits eingesetzt. Sie lässt sich auch öffnen.

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Die Türe zum Turm lässt sich nicht öffnen. Der aus Wurzeln bestehende Teil ist bereits an den Mauerbogen angesetzt. Große Fugen in den Wurzeln wurden mit Weichfaserteilchen, mit Leim verbunden, ausgestopft. Danach wird Putz aufgetragen.

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Aus Wurzelteilen, mit geleimter Weichfasermasse gestopft, wird das Gelände geformt. Die Wurzelteile werden zuvor auf die Bodenplatte geschraubt. Die Schraubenköpfe müssen danach mit der Masse gut abgedeckt werden.

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Jetzt sind beide Gebäude mit einem Torbogen verbunden. Das Dach besteht aus Wellpappe, zweilagig, die anschließend noch behandelt werden muss.

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Die Verputzarbeiten sind zügig vorangeschritten. Gut zu erkennen ist die halb geöffnete - natürlich bewegliche - Eingangstüre. Im Vordergrund sieht man das gestopfte Wurzelgebilde. Die Mauer begrenzt den Stiegenaufgang zur Höhle.

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Während die Gebäude im Vordergrund bereits die endgültige Fassadenfarbe erhalten haben, ist das Haus im Hintergrund noch in Vorbereitung. Das Mauerwerk um die Fenster und Türen erhält eine grau-grüne Farbe, deshalb wurde hier schon schwarz vorgearbeitet. Als Farben verwenden wir Pulverfarben, wasserlöslich.

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Eine Detailansicht vom Turm. Er ist bereits fertig. Das Fensterkreuz wird noch schwarz gestrichen. Um die Farbschattierungen möglichst gut zu treffen, sollte man etwas orientalische Erfahrung haben oder über entsprechendes Bildmaterial verfügen.

zur
Krippenausstellung
2003
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Das Werk ist fertig. Der Hintergrund besteht aus zwei Teilen und ist auf Spanplatten gemalt. In Natura - wie auch auf dem Foto - kann man kaum erkennen, wo das Bauwerk aufhört und die Landschaft anfängt. Ein Meisterwerk der Hintergrundmalerei.

Jetzt steht die Krippe zu Hause im Wohnzimmer. Es ist Mitte Dezember. Zu sehen ist die Herbergsuche.

  Weihnachten 2003  
     
       
 

 
 

Die Heiligen drei Könige sind in der Krippe angekommen.